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4 nützliche Tipps für das Tauchen im kalten Wasser von Nusa Lembongan

7. Mai 2025

Tauchen in Nusa Lembongan

Nusa Lembongan liegt im Korallendreieck Indonesiens. Zusammen mit Nusa Penida und Nusa Ceningan bildet die Insel ein Archipel mit rund 250 Korallenarten und 600 Fischarten. Die meisten Menschen besuchen die Inseln bei Bali aber, um die beeindruckenden Mantarochen und Mola Molas zu sehen.

Die beste Zeit, um einen Mola Mola zu sehen, auch bekannt als Mondfisch, ist zwischen Juni und Oktober. In dieser Zeit sinkt die Wassertemperatur an manchen Tauchplätzen wie Manta Point oder Crystal Bay auf 18-20 Grad. Dem Mola Mola gefällt diese Temperatur bestens. Für uns Menschen kann sie aber ziemlich ungemütlich sein.

Wie kaltes Wasser auf unseren Körper wirkt

Beim Tauchen in kaltem Wasser fängst du früher oder später an zu frieren. Zuallererst steigt dein Luftverbrauch. Du solltest aber auch wissen, dass Wasser dem menschlichen Körper 25-mal schneller Wärme entzieht als Luft. Und sobald dein Körper anfängt zu zittern, wird es noch schlimmer.

An Land hilft Zittern dabei, den Körper wieder aufzuwärmen, unter Wasser führt es aber zu noch mehr Wärmeverlust. Das kann zu einer Unterkühlung führen. Eine Unterkühlung entsteht, wenn die Körpertemperatur unter den Wert fällt, den Stoffwechsel und Körperfunktionen brauchen. Das kann sehr gefährlich werden.

Wenn du unter Wasser frierst, beendest du den Tauchgang also besser früher. Aber keine Sorge, das lässt sich ganz leicht vermeiden. Hier sind unsere vier Tipps für das Tauchen in kaltem Wasser.

Trag einen passenden Neoprenanzug für kaltes Wasser

Der richtige Neoprenanzug ist das wichtigste Ausrüstungsteil, um warm zu bleiben. Ein Neoprenanzug ist ein isolierender Anzug aus Neopren. Er soll dich nicht trocken halten. Stattdessen schließt er eine dünne Wasserschicht zwischen Anzug und Haut ein. Diese Wasserschicht wird von deinem Körper erwärmt und verhindert, dass du im Wasser zu viel Wärme verlierst.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass dein Neoprenanzug perfekt sitzt. Sonst hält er das warme Wasser nicht im Anzug. Ist der Anzug zu groß, strömt ständig kaltes Wasser nach. Das kühlt dich sehr schnell aus. Nicht nur die Größe zählt, sondern auch die Stärke des Tauchanzugs. Neopren besteht aus kleinen Bläschen, die Wärme einschließen. Je dicker das Neopren, desto wärmer der Anzug.

Für Tauchgänge im kalten Wasser von Nusa Lembongan empfehlen wir einen 5 mm dicken Neoprenanzug. Wenn du sehr kälteempfindlich bist oder die Temperatur sehr niedrig ist, kannst du auch einen 7mm Neoprenanzug nehmen. Das sind nur 2 mm mehr, aber du wirst den Unterschied spüren.

Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge sind das Tüpfelchen auf dem i

Jeder Teil deines Körpers, den dein Neoprenanzug nicht bedeckt, verliert im Wasser Energie. Meistens sind das Kopf, Hände und Füße.

Unser Kopf ist stark durchblutet und gibt Wärme deshalb sehr schnell ab. Wenn dir kalt wird, merkst du das zuerst am Kopf. Eine Kopfhaube schützt deinen Körper davor, zu schnell Wärme zu verlieren. Auch eine Tauchhaube besteht aus Neopren und gibt es in verschiedenen Stärken.

Dasselbe gilt für Hände und Füße. Jeder kennt das unangenehme Gefühl kalter Hände oder Füße an Land. Aber wie wirkt sich das unter Wasser aus?

Beim Tauchen gilt: Werden deine Hände kalt, fühlen sich die Finger steif an. Dann fällt es schwer, den Inflator an deinem BCD zu bedienen oder Tauchzeichen zu geben. Und mit kalten Füßen ist das Flossenschlagen anstrengender. Handschuhe und Füßlinge schützen dich davor.

Tauche flacher, wenn dir kalt wird

Normalerweise sinkt die Wassertemperatur, je tiefer du tauchst. Gleichzeitig steigt aber auch der Umgebungsdruck. Und der ist das größere Problem, wenn dir kalt ist.

Wie gesagt besteht das Neopren deines Anzugs aus Bläschen, die Luft einschließen und dich so warm halten. Mit steigendem Umgebungsdruck werden diese Bläschen immer stärker zusammengedrückt und können immer weniger Luft speichern.

Auf etwa 30 Metern sind sie praktisch flach und dein Neoprenanzug isoliert überhaupt nicht mehr. Wenn es also keinen besonderen Grund gibt, wie ein Wrack, einen Manta oder einen Mola Mola, tauche einfach ein Stück flacher. Du wirst dich deutlich wohler fühlen.

Bleib während deiner Oberflächenpause warm

Nicht nur im Wasser, auch in der Oberflächenpause gibt es ein paar Tricks, um warm zu bleiben. Nimm ein Handtuch mit, um dich nach dem Tauchgang abzutrocknen. Ein Fleecepulli und eine Mütze wärmen dich auf und schützen dich vor starkem Wind auf dem Boot. Denk daran: Du bist auf dem Meer, und der Wind kann ziemlich kalt sein, besonders wenn das Boot fährt.

Kaltes Wasser kostet unseren Körper viel Energie. Um Wärme und Glykogen wieder aufzufüllen, trink heiße Getränke wie gesüßten Tee oder Kaffee. Und nicht zuletzt bringt dich ein kurzes Sonnenbad sehr schnell wieder auf Temperatur.

Alles eine Frage der Vorbereitung auf die Kälte

Am wichtigsten ist, dass du dich gut vorbereitest. Denn nichts ist unangenehmer, als unter Wasser zu frieren. Schon ein paar Kleinigkeiten machen einen großen Unterschied. Wenn du unsicher bist, was du anziehen sollst, frag deinen Tauchlehrer oder Divemaster. Sie wissen genau, welche Ausrüstung zur aktuellen Situation und zum Tauchplatz passt.

Wie du siehst, ist es gar nicht so kompliziert, einen Tauchgang in kälterem Wasser ohne Zittern zu genießen. Erst recht, wenn du von Mantarochen oder einem Mola Mola umgeben bist. Also bereite dich vor und genieß deinen Tauchgang.

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